Unter neuem Kommando - Feuerwehrverbund WOLF präsentiert sich aktiv der Bevölkerung

Es brannte mal wieder lichterloh, und zwar diesmal auf dem Areal der ehemaligen Firma Revue Thommen in Waldenburg. Diese Brände mussten so schnell wie möglich gelöscht werden. Mit viel Einsatz der 43 teilnehmenden Feuerwehrleute und begleitet von vier Fahrzeugen, zeigte der Feuerwehrverbund WOLF, einer Zusammenfügung der Feuerwehren aus den Gemeinden Waldenburg, Oberdorf und Liedertswil, der Bevölkerung an der diesjährigen Hauptübung wieder hautnah ihre professionellen Qualitäten im Bereich der Brandbekämpfung. Das erste Mal unter der Leitung des neuen Kommandanten Marco Rossi, der den Führungsstab von Reto Strickler übernommen hatte, der seit der Zusammenführung der drei Ortsfeuerwehren die Verbundfeuerwehr sechs Jahre führte und letztes Jahr als Kommandant zurückgetreten war. Mit diesem Wechsel konnte erfreulicherweise die erforderliche Kontinuität in der Führungsarbeit sichergestellt werden. An der Hauptübung 2019 vom letzten Samstag konnte Marco Rossi im Sinne einer Art Feuertaufe seine Führungsqualitäten zum ersten Mal unter Beweis stellen.

Zum ersten Mal unter dem Kommando von Marco Rossi.Gegenstand der diesjährigen Übung, der einige Vertreter der Feuerwehren Frenke und Bölchen beiwohnten, waren die Löscharbeiten an drei Posten. Zuerst wurde eine markante Rauchentwicklung in einem Raum festgestellt und musste unter Anwendung des Atemschutzes gelöscht werden, anschliessend ein ABC-Einsatz mit Personenrettung und schliesslich wurde auf dem Areal an einem Brandherd der Umgang mit verschiedenen Löschgeräten geübt. Schwerpunkt war, auch allfällige Kausalschäden an angrenzenden Gebäuden zu verhindern. An allen Posten wurden die Zuschauer durch Marco Rossi vorab über das Ziel der Übung informiert, und so gab es auch dieses Jahr für Jung und Alt viel zu bestaunen und insbesondere zu lernen. Das Feuerwehrjahr 2019 war bis heute mit nur zehn Einsätzen aller Art ein eher ruhiges Jahr, wie Marco Rossi mitteilen konnte. Er selber blickt als neuer Kommandant zufrieden auf sein erstes Jahr zurück: «Es war für mich ein spannendes Jahr, auch wenn mir vieles schon bekannt war.» Und ergänzt, dass es trotzdem eine echte Herausforderung war, verbunden mit viel administrativem Aufwand.

Angesprochen auf den Stand der Entwicklung betreffend eines künftigen Zusammengehens mit dem benachbarten Feuerwehrverbund «Frenke » konnte Rossi mitteilen, dass die Projektplanung in fortgeschrittenem Stadium sei. Er rechnet damit, dass der Zusammenschluss in etwa zwei bis drei Jahren realisiert werden kann.

Befördert wurden folgende Feuerwehrleute: Stephan Krattiger zum Oberleutnant, Pascal Zähner zum Feldweibel, Florian Stohler und Serge Schärer zum Wachtmeister und Daniel Imgrüth zum Gefreiten. Zu Soldaten befördert wurden: Lukas Schneider, Lukas Ballmer, Tim Heckendorn, Tim Schmidlin, Bastian Riggenbach, Ivan Schmutz und Rico Gass. Altershalber verliess Adrien Jaton den Feuerwehrverbund.

Eine Wasserwand wurde zum Schutz gegen unter anderem Rauch bei der Bekämpfung des Brandherdes errichtet.Nach jeder Übung folgte im Sinne einer Auswertung eine Einsatzbesprechung.Vor jeder Übung erklärte der neue Kommandant Marco Rossi (in roter Jacke) der Bevölkerung das Ziel des Einsatzes.

 

Quelle: ObZ, Ausgabe vom 24. Oktober 2019, Bericht und Bild: Sander van Riemsdijk