«Helikopterabsturz» am Dielenberg erfordert Feuerwehr-Grosseinsatz

Oberdorf - Dynamisches Schaffen durch hoch motivierte Mannschaft des Feuerwehrverbunds «Wolf»

Der Feuerwehrverbund «Wolf» der Gemeinden Waldenburg, Oberdorf und Liedertswil ist in Oberdorf im Rahmen der Hauptübung zu einem Helikopterabsturz gerufen worden. Mit einem Aufgebot von 42 Männern und Frauen inklusive aller fünf Fahrzeuge unterstrichen Mannschaft und Kader, dass sie ihr Handwerk verstehen.

«Klar erfüllt» lautete das Fazit von Gesamtübungsleiter Oberleutnant Philipp Salathé, der am Ende des Tages, gemeinsam mit Marco Rossi, zum Vizekommandanten ernannt wurde. Verabschiedet worden ist Oberleutnant Daniel Schneider, der bisherige Stellvertreter von Kommandant Hauptmann Reto Strickler.

Die Mannschaft bei der Übungsbesprechung.Strickler, der seit anfangs 2013 den Verbund «Wolf» führt, informierte zu Beginn der Hauptübung die zahlreich erschiene Bevölkerung aus den «Wolf»-Gemeinden darüber, dass, so das Szenario der Hauptübung, ein Helikopter im Rahmen von Holztransporten am Dielenberg auf das «Fraisa»-Gelände abgestürzt sei. Dem entsprechend wurde Grossalarm ausgelöst. Dies war notwendig, denn vor Ort hatten die Feuerwehrleute mehrere anspruchsvolle Arbeiten respektive Aufgaben zu lösen.

Es galt einerseits Menschen zu bergen, das (Lösch)-Wasser aus der Vorderen Frenke zu beziehen sowie in dieser eine Bachsperre zu erstellen, da Kerosin des Helikopters ausgelaufen und den Weg dorthin gefunden hatte. Aber wie erwähnt: Die Angehörigen des «Wolf»-Verbundes erreichten alle Ziele, dies dank eines tollen, motivierten Einsatzes, wie sich Salathé ausdrückte. «Ihr habt heute alle Ziele erreicht beziehungsweise klar erfüllt», dankte er der Mannschaft. Im Speziellen erwähnte er die Heli-Rettung generell, und im Speziellen die Bergung der verletzten Personen sowie den Wasserbezug aus dem Bach, der infolge eines Ausfalls der Orts-Wasserversorgung notwendig wurde. Geringfügige Defizite, wie sie bei jedem Einsatz hin und wieder passieren können, besprach Salathé in kleinem Kreis schliesslich mit dem Kader.

Marco Rossi (links) und Philipp Salathé (rechts) sind die neuen Vizekommandanten.Alles in allem: Die Hauptübung in Oberdorf zeigte, dass die Feuerwehr «Wolf» ihr Handwerk versteht. Wäre es allerdings ein wirklicher, ein «echter» Notfall in dieser Grössenordnung gewesen, wäre natürlich die Stützpunkt-Feuerwehr Liestal, die Polizei Basel-Landschaft, die Sanität und die Rega ebenfalls aufgeboten worden.

Kommandant Strickler bilanzierte gegenüber den «ObZ», dass der Tag aufschlussreich und interessant gewesen sei. «Wir haben erneut nicht nur üben, sondern auch etwas lernen können». Und, Strickler sagte auch, dass zur Hauptübung neben der Bevölkerung im Speziellen alle Feuerwehrpflichtigen der drei Gemeinden eingeladen worden seien. Dies deshalb, weil der Bestand rückläufig sei und man sich dadurch Nachwuchs verspreche, so Strickler. Freude herrschte auch bei der Bevölkerung. Diese war beim anschliessenden Apéro Gast der Feuerwehr. Dort konnte auch das neue (Zug)-Fahrzeug der Feuerwehr bestaunt werden.

 

 

Der Helikopter ist gelöscht, die Gefahr gebannt und die Menschen sind gerettet.

Präsidiales Interesse: Andrea Kaufmann (Waldenburg) und Piero Grumelli (Oberdorf) waren von der Hauptübung beeindruckt.

 

WILLI WENGER-WÜTHRICH, ObZ Ausgabe vom 26.10.2017